Sitzender Millennial auf einer Treppe

Verpasst die Möbelbranche die Millennials?


Die Generation der Babyboomer verkleinert ihre Wohnungen immer weiter und Millennials rücken als Zielgruppe
für Möbelhersteller und Händler immer weiter in den Fokus.
Zumindest sollten sie das.

Millennials, geboren zwischen 1981 und 1998, sind mittlerweile das größte (je nach Definition) alleinstehende Segment in der Bevölkerung.
In jedem Fall lohnt es sich, sie genauer zu betrachten. 

Statistik zu Millenials im Bezug auf Alter

In den USA haben sie eine Kaufkraft von über 170 Milliarden Dollar pro Jahr.
Und doch scheinen viele Möbelhersteller und Händler die Chance zu verpassen, ihre Produkte an diese Zielgruppe zu vermarkten.

Gerade jetzt kommt diese Zielgruppe in einen Lebensabschnitt, in dem sie Familien gründet und Häuser kauft, die natürlich auch eingerichtet werden müssen.

Kennzeichnend für die Generation der Millennials ist ihre Technikaffinität.
Möbelhersteller und Händler müssen ihr Marketing Techniken an die Bedürfnisse dieser Generation anpassen.

Herkömmliche Strategien und Techniken wirken auf Millennials meist schlechter als auf ältere Generation.

Wie verknüpft sind Millennials wirklich?

  • 90 % recherchieren online
  • 67 % lesen ihre Nachrichten online
  • 64 % nutzen Instant Messaging
  • 56 % laden Musik herunter oder streamen sie
  • 52 % lesen Blogs
  • 43 % spielen online Spiele

Das Kaufverhalten in Bezug auf Möbel unterscheidet sich nach Generationen und Produktkategorie.
Was den Babyboomer angesprochen hat, wird Millennials im schlimmsten Fall überhaupt nicht interessieren oder sogar abschrecken.
Einer US-amerikanischen Studie zufolge (furniture today), geben Generationen unterschiedlich viel in unterschiedlichen Kategorien aus.
Hier ein Beispiel:

  1. Millennials geben im Durchschnitt 1125 US-Dollar für Schlafzimmermöbel aus
  2. Millennials geben weniger für Tische aus als Generation X und Babyboomer.
  3. Sie geben 147 US-Dollar pro Tisch aus, Generation X und Babyboomer kommen auf 223 bis 234 US-Dollar

37 % aller Kunden im Möbelhandel bestehen bereits aus Millennials.
Babyboomer sind nach wie vor das kaufkräftigste Segment im Möbelmarkt.
Millennials sind prozentual gesehen das größte Segment und steigern ihre Kaufkraft mit steigendem Lebensalter.
Sie sollten also anfangen, sich Gedanken über die Bedürfnisse und Gewohnheiten dieser Generation zu machen,
bevor sie zum kaufkräftigsten und damit auch am stärksten umworbenen Segment wird. 

Wie erreicht man nun die Millennials?

Millennials sind Online-Affin. Sie vergleichen die Bewertungen der Möbelhändler und recherchieren vor dem Kauf Online.
Einer Studie zufolge werden Millennials fünfmal häufiger von Mobile Panels und online Pop-ups beeinflusst als Generation X und Babyboomer.

Mobile Datennutzung durch Millennials Statistik
Quelle: Statista

Obwohl die Online-Recherche ein Schlüsselelement für die Generation der Millennials darstellt, bedeutet das nicht automatisch,
dass sie auch online kaufen.
Matratzen oder Sofas wollen nach wie vor angefasst werden bevor gekauft wird.

Erkenntnis für die Möbelbranche:

Millennials entscheiden online, wo offline gekauft wird.
Eine überzeugende Online Präsenz ist also Pflicht.
Zudem müssen alle Informationsströme, die über das Unternehmen online verfügbar sind, identifiziert und moderiert werden. 

Falls Sie dieses Thema noch nicht in Angriff genommen haben, hier die wichtigsten Plattformen:

  • Google my Business
  • Google Shopping
  • Yelp
  • facebook

Werden Einträge zum eigenen Geschäft nicht moderiert, drohen negative und schädigende Bewertungen und Kommentare.
Werden die eigenen Kunden hingegen angeregt ihre Erfahrungen zu teilen, entsteht eine Atmosphäre des Vertrauens.

Im Marketing Neudeutsch hat sich bereits ein eigener Begriff für diese Art der Arbeit etabliert: Review Management
Die folgende Statistik sollte Grund genug sein, sich aktiv um die eigenen Bewertungen im Netz zu kümmern:

Statistik wie häufig lesen sie Bewertungen
Quelle: Statista

Kombiniert man die Erkenntnis dieser Statistik mit dem ROPO Effekt (Research Online – Purchase Offline),
so kann man die Wichtigkeit der Online Bewertungen eines Offline Geschäfts nicht oft genug betonen.
Das trifft auf alle Kundensegmente zu, besonders aber auf die digital-native Millennials!

2017 gaben 52 % der Befragten an, im Internet zu Recherchieren bevor sie im Ladengeschäft kaufen. 

Statistik zum ROPO Effekt
Quelle: Statista

 

Seien Sie Sozial

Die Generation der Millennials (und alle folgenden) sind mit Social Media aufgewachsen.
Sie tendieren dazu, Inhalte die ihnen gefallen auf Social Media zu teilen.

Nach einer Studie von eMarketer sind 84 % dieser Generation auf Social Media vertreten.
Hier das deutsche Gegenstück:

Statistik Nutzung von Social Media durch Millennials

Werbeanzeigen in den sozialen Medien eröffnen einen genialen Weg mit dieser Zielgruppe zu interagieren.
Social Media sollte für Möbelhersteller und Möbelhändler zum Pflichtprogramm werden.
Gerade Möbel sind prädestiniert um via Bildmaterial und Video auf Facebook Pinterest und Instagram dargestellt zu werden.
Lesen Sie hierzu einen Bericht aus der Zusammenarbeit mit einem Möbelhaus:

https://reply42.com/sind-moebelhaeuser-die-naechsten-opfer-von-amazon-ebay-und-co/

Mobile First

Millennials verbringen 14 % mehr ihre Zeit mit mobilen Geräten als jede andere Generation.
Mobile Marketing eröffnet hier große Möglichkeiten für Möbel Händler und Hersteller. Die eigene Internetseite sollte also unbedingt mobil optimiert sein.
Preisvergleiche und das Online Shopping allgemein wird mobil. Einer Studie zufolge verlassen 27 % aller Konsumenten eine Internetseite, wenn diesen nicht mobil optimiert ist.

Zusätzlich ist es wichtig zu wissen, dass 75 % aller Millennials ein Mobilgerät beim Shoppen in der Hand halten um möglichst schnell Preise und Verfügbarkeit überprüfen zu können.

Treue aufbauen

Viele Einzelhändler nennen eine mangelnde Loyalität bei der Vermarktung an Millennials als eines ihrer größten Probleme.
Millennials können treue Kunden sein – sie verlangen allerdings im Gegensatz zu älteren Generationen mehr Gegenleistung.

Ein Kundenservice auf Amazon Niveau, personalisierte Werbeaktionen und Rabatte sind für Millennials die Mindestanforderung.
Nach einer Umfrage, die von uns selbst durchgeführt wurde, sagen 8 von 10 Konsumenten aus dieser Zielgruppe, dass sie stark von personalisierten Coupons die zusätzlich zu mobilen Bannern ausgespielt wurden, beeinflusst werden.

Einer Studie von Colloquy zufolge bevorzugen 84 % der Verbraucher Treueprämien, die für andere Aktivitäten als den Kauf, erfolgen.
Das Teilen oder gar das Erstellen eigener Inhalte auf Social Media hat sich unserer Praxiserfahrung nach als am effektivsten erwiesen.

Hierbei ist es extrem wichtig zu beachten, dass jede Maßnahme die der Steigerung der Loyalität dienen soll, unbedingt mobil optimiert sein muss.
Beachten Sie diese Regel nicht, verpassen Sie die Zielgruppe der Millennials und alle ihre Bemühungen diese zu erreichen sind weniger effektiv.

Für Millennials gehört die Kundentreue und Social Media zusammen.
62 % dieser Zielgruppe geben an, dass sie einer Marke oder einem Unternehmen loyal gegenüberstehen, wenn dieses auf Social Media mit ihnen interagiert.

Machen Sie Ihr Unternehmen auf Social Media erlebbar und interaktiv.

Bringen Sie Ihre Daten zusammen

Mit einer CDP (Customer Data Plattform) können sie all Ihre relevanten Kundendaten an einem Ort sammeln um möglichst gezielte Kampagnen ausspielen zu können.

So können Sie anhand Ihrer eigenen Daten feststellen und identifizieren, welche Segmente tatsächlich für wie viel Umsatz sorgen.
Wie sind ihre Kaufgewohnheiten? Wie hoch ist das Einkommen?

Der größte Vorteil ist, dass sie auf Grundlage der gesammelten Daten zielgruppengerechte Kampagnen ausspielen können.
Inhalte, die für Millennials bestimmt sind, können auf ältere Generationen abschreckend und überwältigend wirken.
Entscheiden Sie also aktiv, welche Zielgruppe welche Inhalte präsentiert bekommt.

Im Umkehrschluss ist die Ansprache in der älteren Zielgruppe für Millennials nicht ausreichend.
Sie erwarten eine viel höhere Dichte an Informationen, Angeboten und eine Interaktion in den sozialen Medien.

Unsere Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Möbelhäusern zeigt, dass den Entscheidern in der Möbelindustrie oft das Verständnis über die Bedürfnisse der Millennials fehlt.

Dies ist kein Vorwurf, sondern eine simple und wertungsfreie Feststellung.

Mehr noch wirken die Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Millennials auf die ältere Generation (Die oft Entscheider und Führungskräfte sind)
abschreckend, hektisch, und übertrieben.

Hinweis: Eine kostenfreie Variante einer CDP bietet google mit seinen Analytics Tools.

Fazit   

Die Zielgruppe der Millennials ist bereits jetzt eine wichtige.

Beachten Sie unbedingt, dass die Zielgruppe der Millennials älter und auch kaufkräftiger wird.
Der beste Zeitpunkt um die Bedürfnisse und Wünsche dieser Zielgruppe zu verstehen, sie an sich zu binden und mit ihnen zu altern ist jetzt.

 

Wenn Sie Hilfe benötigen diese Zielgruppe zu verstehen und zielgerichtete Maßnahmen zu ergreifen, sprechen Sie uns bitte an.
Wir helfen Ihnen gerne.

 

By |2019-04-27T06:15:13+02:00April 26th, 2019|Allgemein|
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